Stress

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Bücherwahnsinn und Wahnsinnsbücher

Heute, im Buchgeschäft, gleich nach dem ich das den Tag vorher bestellte Buch bestellt hatte, ging ich, nach einem belustigenden Abstecher in der Abteilung Architektur, schnurstracks auf diese unheimliche Masse von Büchern zu.

Ich staunte.

Mir war nie so bewusst gewesen, wie unheimlich viele Autoren und damit exponentiell mehr Bücher es gab. Wie groß schon alleine die Fantasy ist, und das Science-Fiction-Zeug. Ich schritt vorbei an Tausenden von Werken, wobei mir klar wurde, dass in jedem einzelnen das Schweiß und Blut tapferer Autoren steckte, die alles für ihr Werk taten.

Ich schwanke. Mir kam der Gedanke, dass es von mir fast ungerecht gegenüber all diesen Schriftstellern ist, von vornherein anzunehmen, dass meine Bücher Erfolge werden. Jetzt nicht im negativen Sinn, nein, ganz und gar nicht! Es ist mir zwar immer noch klar, das ich von meinen Büchern leben möchte, und diese somit Erfolge werden, doch noch viel, viel schöner ist der Gedanke, das ich all diese wunderbaren Werke irgendwann lesen kann, und wenn es nur ein Bruchteil davon wäre. Das ich ein Teil von einem ganzen werde, von einem Mechanismus, einer Synergie zwischen Lesern und Autoren.

Ich kann tatsächlich mehr als nur ein paar Euro zurückgeben, ich kann das geben, was ich selbst, wirklich zurück haben wollen würde, nämlich, ganz einfach, neuen Lesestoff.

Stoff. Richtig gehört. Bücher sind meine Droge, das merke ich. Sie saugen mich auf, rauben mir Stunden meines Schlafes, lassen mich schlecht aufstehen, und müde durch den Tag wandeln. Trotz meiner Buchverursachten Müdigkeit zieht es mich trotzdem wieder zu ihnen, und ich gebe mich voll und ganz ihnen hin.

Wobei, das waren dann schon alle Nachteile des Lesens. Ansonsten hat es nur Vorteile. Prokrastination  in Perfektion.

Auf jeden Fall war das heute eine eindrucksvolle Situation, sie hat mir in der Summe klar gemacht, wie unheimlich vorhanden die ganze Buchszene ist, obwohl, Stichwort Pisastudie, über das Lesen immer nur gejammert wird, weil es ja vor allem die Kinder viel zu wenig tun.

Das ist dann auch schon das Thema für den ersten Akt des „Oh Gott wir leben noch“-Stücks: „Volksverdummung auf Grund von Lesemangel“; Die Leute, die man in so einem Buchladen trifft und sieht, haben auch noch einen eigenen Eintrag verdient, dass darf ich nicht vergessen und wird hiermit verewigt.

Oh Gott wir leben noch

Ich mach was neues, etwas, dass später fortgesetzt werden soll, und so schnell auch nicht aufhört.

Es soll ein Stück werden, aus vielen, vielen, vielen Akten, die alle zusammen, trotz unterschiedlichster Themenrichtungen, immer das selbe zum Thema haben.

Das Ende.

Der Satz „Oh Gott wir leben noch“ ist dabei dermaßen mehrdeutig, dass er unheimlich passend für diese Reihe an Hiobsbotschaften ist. Es soll nämlich darum gehen, warum wir eigentlich schon lange alle fort sein sollten, egal ob tot, längst verfault und verstaubt, oder untot, und trotzdem verfault und verstaubt, egal ob im religiösen, technischen, sozialem, geologischen, physikalischem, psychologischem, physiologischem, philosophischen, ideologischem oder biologischem (forstetzungfolgt) Sinn.

Jedenfalls dann, wenn es nach den lauten Stimmen der Gesellschaft geht.

Stoff dafür gibts genug, ich müsste ja blos eine x-beliebige  Nachrichtenseite öffnen, und schon würden haufenweise verrückte, alte Hobos mit „The End is near“-Schildern auf mich zuhüpfen, um mir ihre dreckigen Schlabber-Eier um die Ohren zu hauen, damit ich wenigstens im Tod noch ein wenig Liebe erfahren kann.

Es ist nämlich krank, wie sehr wir, obwohl wir uns doch so davor fürchten, eigentlich das Ende wollen. Wie sehr Schmerz und Leid zum täglichen Geschehen gehören. Wie verstörend das ist, und wie uns das beeinflusst. Wie die absurdesten Denkweisen auf Basis von noch viel mehr absurderen Theorien Bestand bekommen. Es soll ein letzter Aufschrei sein, der mit gereckter Faust aus dem Styx kommt, und klar machen soll, dass es so nicht weiter geht! Das ich nicht zu den Abertausenden gehören will, die nur am Jammern sind, und ihr ganzes Denken darauf stützen, nur, um gerade darüber noch mehr zu klagen! Es ist Zeit, dass die Maden im Speck zertreten werden, und der Speck seine wahre Bedeutung erlangt!

Denn, trotz des Sterbens der Vernunft und dem Ersaufen im Sud der Klagenden wird mir immer eines klar sein:

Oh Gott, wir leben ja noch!

Eternitas und Avatar

Eigentlich großartig, das ganze Konzept mit dem Avatar. Ein durch menschliche Hand erschaffenes Wesen, stärker als der Mensch selbst, schneller und größer, und noch dazu besonnener, weil mit dem grauslichen Krabbelhaaren versehen, mit dessen Hilfe mit Allem kommuniziert werden kann, vor allem mit Bäumen.

Fast schon perfekt, dieser Avatar, richtig evolutionär, dieser Avatar.

Noch ein Schwänzchen zwischen die langen Beinchen, und die Evolution ist, in Perfektion, neu erfunden.

Und ein neuer Fetischismus gleich dazu.

Ach, Fragt man.

Das wars? Ficken und ein bisserl Evolution?

Pah! Es fängt gerade erst an. Der Avatar ist nicht nur ein besserer Basketballspieler, der die Schwarzen und die Deutschen vom Feld drängt.

Der Avatar ist Eternitas!

Wer alt wird, der wirds, weil der Körper ein Wegwerfprodukt ist, und kein für die Ewigkeit geschaffenes. Wenn jemand aber einfach so, BZZ! SPRATZ! UND LEUCHTRÖÖÖHRE!, den Körper wechseln kann, dann bedeutet das, dass der Körper, mit Verlaub, wurscht ist. (Imwahrstensinnedeswortes btw)

Ewigkeit.

Un-endlichkeit .

Was das bedeutet.

Unendliche Weisheit! Perfektion in unbegrenzter Möglichkeit! Grenzenloses Sein!

Sein oder nicht Sein? Sein!, und zwar für immer, HA!

Man wäre so gescheit, dass das Gehirn irgendwann platzen müsste!

BÄM!

Da is er schon, der Haken an der ganzen Sache!  Das vermaledeite  Gehirn.

Verdammt. Doch kein Eternitas? Das geht alles gar nicht?

Denn, wie verdammt, hat der Kerl im Film es geschafft, Erinnerung, Warnehmungen, Wissen und überhaupt alles, einfach so, naht und drahtlos, von einem Hirn ins andere zu transferiern?

Einfach so spratz und zack? Pah! Unmöglichkeit! Denn, selbst wenn man davon ausgeht, dass der Avatarist das ganze, Inceptionstyle, ganz einfach besonders lebensnah träumt, kann er sich dass alles nicht einfach so merken. Wie auch? Wann soll denn das Gehirn, zwischen Traum und Wirklichkeit, die Zeit gehabt haben, dass, wenn überhaupt vorhandene Kurzeitgedächnis, ins Langzeitgedächnis zu verschieben.

Erklär das mal James Camaron!

 

PostScriptum: Was, Aeternitas schreibt man nicht so?  Mir egal, ich schreibs anders!

Swag

7 Uhr, Wien, Winter, kalt, Bustation

Ein Hauch von Schneeflocken treiben in der Dunkelheit des morgendlichen Windes. Es war einer der Tage, an denen ich rechtzeitig außer Haus kam und warten musste. Ich bin müde und des Wartens Müde.

Endlich. Im Westen leuchten 2 Scheinwerfer auf. Und noch darüber 2 Lämpchen? Und die dumpf und grün beleuchtete Anzeigetafel dazwischen? Ich seh ja nix, ohne Brille, ist aber egal, weil eh Bus und eh OK.

Einsteigen.

Kurzes mustern der Fahrgesellschaft.

Eine ältere, fette Frau mit kurzem billig rot gefärbten Haar und ein Junge, blass, 14-16 Jahre, schwarzes, fettiges Haar im Russen-Stil. Sie sitzen Schräg zu einander, im 90° Grad Winkel.

Die Stechen heraus aus dem Menschenbrei.

Die reden.

Die kennen sich.

Anomalie!

 

Hinsetzen, vis-a-vis der Anomalie.

Eine Ausgabe des zweitschlimmsten Zeitungsexemplar der Stadt liegt da. Fett prangert Moneyboys Fresse darauf, nebst Verweis auf den Artikel. „Was ist Swag?“ fragt  die Stimme der Volksdummheit.

Der Junge blickt zu Boden. Die Frau liest die Zeitung.

Ich siniere über Moneyboy und seinen Swag, seinen unübersehbaren Erfolg, den Fakt, das ich ihn schon mal in Real gesehen hab, am Schwedenplatz. Der Typ ist riesiggroß und noch hässlicher, als jedes Foto vermuten lässt.

Der Junge blickt zu Boden. Muss interessant da unten sein, also schau ich auch hin, doch da ist nichts, ich begreife scheinbar nicht die Tiefgründigkeit des vor Dreck und halbgefestigten Wasser triefenden Plastikbodens.

Der Junge blickt zu Boden. Die Frau sieht auf.

Ich auch.

„Weist du was das ist, Swack, hm?“ fragt sie.

Der Junge blickt zu Boden.

Der Junge blickt die Frau an.

Der Junge blickt zu Boden.

„Nein.“ röchelt er, und schüttelt leicht den Kopf, gerade so, dass man es noch bemerkt.

„Hm.“, fiepst die Frau.

Skrm

Es ist ja so, oder etwa nicht (?), das Skyrim an sich, großartig ist. Mit seiner Größe, so groß wie sich die Größe nur Offenbaren kann, unheimlich und fallend, zieht es einen in den Bann.

Verloren kann man sein, und doch immer da. volle Kontrolle und totale Abwesenheit Im Licht und in der Dunkelheit verloren gar, doch trotzdem bereit, trotzend allem, gefeit jeder Gefahr.    

Doch da, am Firmament, der Silberstreif der blendend brennt. Ein irres Licht am Horizont, ein greller Erwecker aus HDR , ein Wegweiser. Aus Haut und Knochen eine Hand, die sich reckt und die sich streckt, die sagt: „Hier gehts raus, aus Himmelsrand.“

 

„Icke Wieder“

Das Erste Mal

Es ist ja nicht so, als ob es nicht schon genügend Blogs im Internet geben würde, die gibt es ja, gute wie schlechte, und tote noch oben drein.

Aber das ist mein Sprachrohr. Mein Buch. Mein erigierter Mittelfinger, der stolz und stram gen Himmel blickt, um allen zu zeigen, welch eine Großartigkeit er darstellt.

Möge das hier gut sein.

Es spielt Martin Mittoe, Hapiness Time; und Awolnation, Sail.