Oh Gott wir leben noch

Ich mach was neues, etwas, dass später fortgesetzt werden soll, und so schnell auch nicht aufhört.

Es soll ein Stück werden, aus vielen, vielen, vielen Akten, die alle zusammen, trotz unterschiedlichster Themenrichtungen, immer das selbe zum Thema haben.

Das Ende.

Der Satz „Oh Gott wir leben noch“ ist dabei dermaßen mehrdeutig, dass er unheimlich passend für diese Reihe an Hiobsbotschaften ist. Es soll nämlich darum gehen, warum wir eigentlich schon lange alle fort sein sollten, egal ob tot, längst verfault und verstaubt, oder untot, und trotzdem verfault und verstaubt, egal ob im religiösen, technischen, sozialem, geologischen, physikalischem, psychologischem, physiologischem, philosophischen, ideologischem oder biologischem (forstetzungfolgt) Sinn.

Jedenfalls dann, wenn es nach den lauten Stimmen der Gesellschaft geht.

Stoff dafür gibts genug, ich müsste ja blos eine x-beliebige  Nachrichtenseite öffnen, und schon würden haufenweise verrückte, alte Hobos mit „The End is near“-Schildern auf mich zuhüpfen, um mir ihre dreckigen Schlabber-Eier um die Ohren zu hauen, damit ich wenigstens im Tod noch ein wenig Liebe erfahren kann.

Es ist nämlich krank, wie sehr wir, obwohl wir uns doch so davor fürchten, eigentlich das Ende wollen. Wie sehr Schmerz und Leid zum täglichen Geschehen gehören. Wie verstörend das ist, und wie uns das beeinflusst. Wie die absurdesten Denkweisen auf Basis von noch viel mehr absurderen Theorien Bestand bekommen. Es soll ein letzter Aufschrei sein, der mit gereckter Faust aus dem Styx kommt, und klar machen soll, dass es so nicht weiter geht! Das ich nicht zu den Abertausenden gehören will, die nur am Jammern sind, und ihr ganzes Denken darauf stützen, nur, um gerade darüber noch mehr zu klagen! Es ist Zeit, dass die Maden im Speck zertreten werden, und der Speck seine wahre Bedeutung erlangt!

Denn, trotz des Sterbens der Vernunft und dem Ersaufen im Sud der Klagenden wird mir immer eines klar sein:

Oh Gott, wir leben ja noch!

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